Raststation Bodensee
Hörbranz, Österreich
Raststation Bodensee Hörbranz GmbH
04/2017 - 04/2018
Projektentwicklung, Generalunternehmer, Hoch- und Tiefbau, Umsetzung und Planung PV Anlage, Energiemonitoring
Hörbranz, Grenzübergang A14 Österreich-Deutschland
Gruppe Thurau (Restaurant/Shop), Schindele HandelsGmbH & Co. KG (Tankstelle), Rhomberg Gruppe
Arch. Christian Lenz
Die Raststation Bodensee Hörbranz umfasst 250 Sitzplätze in Restaurant und Take-Away-Bereich samt Terrasse, Shop, Tankstelle sowie Stellplätze für Pkw und Lkw. Zusätzlich sind ausreiseseitig für Lkw Tank-Zapfsäulen sowie einreiseseitig topmoderne E-Ladestationen der VKW VLOTTE u.a. mit dem ersten Ultraschnelllader bei den ASFINAG Autobahn-Raststationen in Österreich entstanden. Verantwortlich zeichnet die Betreibergesellschaft Raststätte Bodensee Hörbranz GmbH, der die Gruppe Thurau, die traditionsreiche Mineralöl-Handelsgesellschaft Schindele und die Rhomberg Bau angehören. Die Fertigstellung ist Schlusspunkt eines jahrelangen Behörden- und Genehmigungsverfahrens, das im April 2016 rechtskräftig abgeschlossen wurde.
Die Raststation Bodensee Hörbranz wurde am 3. Juli 2018 offiziell eröffnet.
Photovoltaik für Raststation Bodensee Hörbranz
Im Zuge der nachhaltigen Weiterentwicklung der von Rhomberg Bau ursprünglich errichteten Raststätte wurde nachträglich 2023 eine Dach-Photovoltaikanlage als Einzelauftrag umgesetzt. Rhomberg übernahm die Planung und Umsetzung inklusive Energieconsulting und begleitete das Projekt von der technischen Auslegung bis zur Inbetriebnahme. Die Anlage umfasst 840 Module und erreicht eine Gesamtleistung von 360 kWp.
Für die Systemtechnik kamen SolarEdge-Wechselrichter in Kombination mit Leistungsoptimierern zum Einsatz, wodurch eine modulgenaue Überwachung und stabile Erträge auch bei teilweisen Verschattungen gewährleistet werden. Verbaut wurden monokristalline Glasmodule, ergänzt durch ein Unterkonstruktionssystem von AEROCOMPACT.
Prägend für die Ausführung waren anspruchsvolle Rahmenbedingungen in Logistik und Montage, da die Arbeiten während des laufenden Betriebs erfolgten und Abläufe entsprechend koordiniert werden mussten. Zusätzlich war ein erhöhter Böenstaudruck zu berücksichtigen: Zur Sicherstellung der Standsicherheit wurde die Anlage ballastiert ausgeführt und mit nahezu 16 Tonnen Gewicht beschwert.
Gezieltes Energiemonitoring für hohen Energieverbrauch
Das Anlagenkonzept wurde gezielt auf einen hohen Eigenverbrauch ausgelegt. Dieser liegt bei nahezu 70 Prozent, wodurch sich eine Amortisationsdauer von rund fünf Jahren ergibt. Der erzeugte Solarstrom wird direkt vor Ort genutzt und reduziert den externen Strombezug. Daraus resultiert ein Autarkiegrad von etwa 30 Prozent.
Ergänzend umfassten die Leistungen eine detaillierte Verbrauchsanalyse sowie die Einrichtung eines Energiemonitorings.
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